Willkommen in der Evangelischen Kirchengemeinde Lichterfelde

AN(GE)DACHT...

Blumenwiese

Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. Ps 139,14 – Monatsspruch August


Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Freunde unserer Kirchengemeinden,
noch einmal bekommen Sie in dieser Zeit eine Sonderausgabe des Gemeindebriefes. Nur Weniges lässt sich immer noch planen, hoffentlich wird sich die Situation ab dem August langsam weiter entspannen – vielleicht aber auch nicht. Ohnehin wird es für viele Menschen nach dieser Zeit nicht unverändert weiter gehen können. Zahlreiche Menschen erleben gerade gravierende Einschnitte in ihrem Leben, müssen um die wirtschaftliche Existenz bangen oder gezwungener Maßen einen neuen Weg einschlagen. Die Unsicherheit betrifft alle, wenn auch in sehr unterschiedlichem Maße. In der Zeit, die wohl dereinst als Corona-Grippe in die Geschichtsbücher eingehen wird, haben viele Menschen für sich entdeckt, was es wirklich heißt: ein wert- und sinnvolles Leben zu führen. So Manches wurde von jetzt auf gleich brutal in Frage und Lebensentwürfe wurden auf den Kopf gestellt, auch persönliche Enttäuschungen blieben oft nicht erspart.
Viele von uns haben in dieser Ausnahmezeit die Erfahrung gemacht, dass das Leben auch ganz anders aussehen kann und dabei überrascht festgestellt, dass das sich gar nicht mal so schlecht anfühlt. Schon relativ früh gab es Äußerungen, die behaupteten, nach Corona würde nichts mehr so sein, wie es einmal war. Nun, auch wenn ich diese Einschätzung so umfänglich nicht teile, denke ich doch, dass es uns gut tut, nochmal zu überlegen: wie wir zukünftig gut weiter leben können; was unser Leben vor allem wichtig macht; wie wir wirtschaften und das Leben und Zusammenleben auf der Erde gestalten und organisieren wollen; wie wir miteinander und mit der gesamten Schöpfung umgehen wollen. Viele weitere solcher Fragen sind denkbar und nötig.
Corona heißt eben womöglich auch, den Beginn einer neuen Freude an Erkenntnis zu erleben. Vielleicht stehen wir ja an der Schwelle zu einem anderen Leben, in dem wir vor allem anders leben wollen. Der Beter des 139sten Psalmes bedankt sich am Ende einer „Erkenntnisreise“ bei seinem Schöpfer. Lesen Sie mal den ganzen Psalm 139 – er lohnt sich. Hier staunt ein Mensch über sein Geschöpf-Sein und muss sich zugleich eingestehen, dass die Fülle der ihn umgebenden Dinge ihm doch zuweilen „zu hoch“ sind. Da liegen Staunen, Erkennen und Dankbarkeit gegenüber Gott ganz dicht beieinander.
Das wünschte ich mir auch für Corona und seine Folgen. Ein Dreiklang aus Staunen, Erkennen und Dankbarkeit – in meinem, in deinem, in unser aller Leben.
So wünsche ich Ihnen und Euch einen erkenntnisreichen Sommer, der bei allem Tun und Lassen ein behüteter sein möge.
Ihr/ Euer Ulf Haberkorn


 

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