Willkommen in der Evangelischen Kirchengemeinde Lichterfelde

AN(GE)DACHT...
offene Kirche

Suche Frieden und jage ihm nach.
Psalm 34,15 – Jahreslosung 2019

Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Freunde unserer Kirchengemeinden,
ein großes Wort trifft uns am Beginn des neuen Jahres: Frieden. Wie passend und zugleich: wie übergroß. Frieden — ja, das wäre schön. Aber schon ein kurzer Blick in unsere Gegenwart belehrt uns eines Besseren. Frieden? Ja, wo denn? Wo immer man hinschaut — es taucht das Gegenbild auf. Und zwar vielgestaltig. Ein paar Stichworte gefällig? Trump mauert wütend in Amerika, May und Corbyn streiten noch am Abgrund des sogenannten „Brexit" unerbittlich weiter, Brasilien erlebt seinen Rechtsruck unter Maduro, die Kriege in Syrien und im Jemen toben weiter, neu aufbrechende Konflikte in Afrika deuten sich an, die Lage in Ländern wie Irak oder Afghanistan ist allemal nicht sicher — Frieden: nicht vorhanden, nicht mal ansatzweise zu erahnen! Und es geht weiter. Das Jahr 2019 wird auch ein Jahr der Erinnerung werden: 1919 die Ermordung der politisch unliebsamen Luxemburg und Liebknecht in Berlin; im selben Jahr 1919 der Abschluss des Versailler Vertrages mit seinen in der Folge verheerenden Auswirkungen; 1939 der Beginn des zweiten Weltkrieges durch Nazideutschland; aber — immerhin (positiv) — auch Erinnerung an die Einführung des Frauenwahlrechts 1919 und die „friedliche Revolution" von 1989. Es ist, jetzt schon, ein dichtes Jahr. Europa-, Kommunal- und Landtagswahlen (übrigens auch Gemeindekirchenratswahlen) kommen hinzu.
Und der Frieden? Der hat es dabei immer schwer gehabt. Die Suche nach ihm begleitet die Menschheitsgeschichte. Nur selten war Frieden da, immer schien er auf der Flucht. Vor wem? Nun, die Antwort ist so einfach, wie tragisch: vor uns! Vor dem Menschen, der dem Nächsten nicht den sprichwörtlichen „Dreck unterm Fingernagel" gönnt. Begonnen hat es wohl zu Urzeiten mit Kain und Abel (siehe Titelbild). Da neidet der eine dem anderen den Erfolg und lässt sich verführen. Mord ist die Folge, Unfrieden nimmt seinen Lauf. Bis heute ein wirkmächtiger Zusammenhang. Hinein bis in unsere kleine und überschaubare Welt. Hinein bis ins Private.
Ich glaube, wenn diese Jahreslosung Sinn macht, dann bei uns im Nahbereich. Im Kleinen, im Alltäglichen. Den großen Weltfrieden werden wir — Sie und ich —wohl eher nicht erreichen. Auch nicht im Jahr 2019. Frieden aber ist ein zartes Pflänzchen und gedeiht zunächst im eigenen Vorgarten. Da nämlich fängt es an! Bei Dir und bei mir. In der Familie, unter Nachbarn, in der Kirchengemeinde, in der Kommune...
Da hat Frieden seinen Ursprung. Da wächst er. Und von dort breitet er sich aus. Das geht manchmal nicht ohne Kampf, auch das deutet die Jahreslosung an. Christus sagt: Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht. (Joh 14,27) — diesen Frieden will ich suchen. Und finden!
Bleiben Sie/ bleibt Ihr auch in diesem Jahr 2019 behütet und gesegnet
Ihr/ Euer Ulf Haberkorn


 

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