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offene Kirche

Wie es dir möglich ist: Aus dem Vollen schöpfend — gib Almosen! Wenn dir wenig möglich ist, fürchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben!

Tob. 4,8 — Monatsspruch Oktober 2019

Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Freunde unserer Kirchengemeinden,
gerade eben erst haben sich Menschen in New York zur Klimakonferenz getroffen. New York ist übrigens eine Stadt, die wohl zukünftig direkt und dramatisch vom Anstieg des Meereswassers in Folge der Erderwärmung betroffen sein wird. Auf dieser Konferenz kamen ganz unterschiedliche Menschen zu Wort. Greta Thunberg, eine junge Frau aus Schweden, ergriff beherzt das Wort — worauf ihr ein dummdreister US-Präsident zynisch „antwortete". Die deutsche Kanzlerin sagte — kurz nachdem in Berlin ein „Klimapaket" verabschiedet und anschließend sehr kontrovers kommentiert worden war — in ihrem Redebeitrag folgenden Satz: „Die Industriestaaten sind die Verursacher dieser Erderwärmung, wie wir sie heute sehen. Die Entwicklungsländer sind die Hauptleidtragenden. Und deshalb haben wir als Vertreter der Industrieländer die Pflicht, Innovation, Technologie und Geld einzusetzen, um die Wege zu ebnen, um die Erderwärmung zu stoppen."
An diesem Satz bin ich hängen geblieben. Er ging und geht mir nach. Auch mit Blick auf den Monatsspruch für den Oktober 2019. Mit diesem Vers (s.o.) hören wir hinein in eine Rede des Tobit an seinen Sohn Tobias, den er auf eine gefährliche Reise schickt und ihm — quasi vorab —so etwas wie seine letzten Worte als Mahnung mit auf den Weg gibt. Bei Tobit ist es Gottvertrauen, das aus seinem Worten spricht. Unterlegt sind seine Worte durch sein eigenes, glaubhaft geführtes Leben, zu dem vielfältiges Almosen-Geben gehörte. Nachzulesen im spannenden Buch Tobit in der Bibel.
Unsere Antwort an die Welt — als eine der reichsten Industrienation zumal — kann, mit Blick auf die Klimakatastrophe, kein Almosen sein. Wir sind tatsächlich in der Pflicht! Wir sind in der Pflicht, unseren Lebensstil grundlegend zu überdenken. Wir sind in der Pflicht, unsere Lebens- und Wirtschaftsweise zu ändern — denn sie geht über Jahrzehnte schon zu Lasten der Natur und der Armen dieser Erde. Was wir heute nicht verändern, wird uns morgen verändern — unbesehen der Frage: ob wir das wollen oder nicht.
In der Geschichte des Tobit ist es übrigens zum Ende hin der Engel Rafael, der einen entscheidenden Hinweis gibt. Er sagt: Tut Gutes, so wird euch das Böse nicht finden. (Tob 12, 7b). Das will ich mir in diesem Herbst, beim Erntedank zum Beispiel, gerne gesagt sein lassen. Und mich darüber hinaus in den kommenden Monaten ausrichten!
Bleiben Sie/ bleibt Ihr segensreich behütet!                  Ulf Haberkorn


 

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